Geschichtliches

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Die Grotjahn-Stiftung zu Schladen

Die Grotjahn-Stiftung wurde am 12. Mai 1851 durch die Initiative von Dr. Med. Heinrich Christoph Grotjahn (1794-1872) als Rettungshaus mit landwirtschaftlichem Betrieb ins Leben gerufen. Aus diesen Anfangsjahren ist außer den Protokollbüchern und wenigen Jahresberichten kaum etwas erhalten geblieben. Die heutigen Bauten lassen keine Rückschlüsse auf die der Gründungszeit zu. Selbst der wiedererrichtete Brunnen steht wahrscheinlich nicht an seinem ursprünglichen Ort. An Stelle des damaligen „Rettungshauses für sittlich verwahrloste Knaben“ trat mit Beschluss vom 14. September 1929 im Verlauf des Folgejahres ein Senioren- und Pflegeheim. Geblieben, so scheint es, sind nur das Areal und der Name Grotjahn. Geblieben aber ist auch die Stiftung selbst als eine soziale Einrichtung, die der evangelisch-lutherischen Kirche nahe steht und Mitglied des Diakonischen Werkes der Braunschweiger Landeskirche ist. Auch wenn sie im Laufe der Zeit mit ihrem unterschiedlichen politischen Systemen und gesellschaftlichen Gegebenheiten – während des Deutschen Bundes, des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, des nationalsozialistischen Massenwahns, der alten BRD bis hin zur heutigen Bundesrepublik – einem erheblichen Wandel unterlag, heute eine andere Aufgabe übernommen hat und kaum mehr etwas an den einstigen landwirtschaftlichen Betrieb erinnert, so basiert das heutige Leben in der Grotjahn-Stiftung doch auf diesen Anfangsjahren. Durch eine Privatinitiative, bald unterstützt von „christlicher Mildtätigkeit“ und Staat, wurde damals die Institution geschaffen, innerhalb derer die Tradition christlicher Sozialarbeit ununterbrochen bis heute fortlebt.